Frühbeet, so wird es perfekt.

Frühbeet, so wird es perfekt.

Tipps und Tricks für ein perfektes Frühbeet

Ein Frühbeet ist eine optimale Ergänzung zu klassischen Gemüsebeeten und findet selbst in kleinen Gärten Platz. Durch ein Frühbeet* verlängert sich die Gartensaison auf das ganze Jahr – denn selbst im Winter können einige Pflanzen darin gut gedeihen. Wir verraten Ihnen, was Sie beachten müssen, damit Ihr Frühbeet perfekt wird.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Frühbeet?

Ein Frühbeet ermöglicht Ihnen, bereits im Februar das erste Gemüse auszusäen. Ein Frühbeet ist nichts anderes als ein kleines Gewächshaus*, welches jedoch deutlich weniger Platz beansprucht und zudem kostengünstiger ist.

Ein Frühbeet besteht lediglich aus einem Kasten, welcher von oben geöffnet werden kann. Die schließbare Klappe des Frühbeets verfügt über eine durchsichtige Oberfläche aus Glas, Plexiglas, Gewächshausfolie* oder einem anderen Material, durch welches das Sonnenlicht in das Innere der Box scheinen kann.

Auf diese Weise wird der Innenraum des Frühbeets aufgeheizt und der sogenannte Treibhauseffekt erzeugt. Aus diesem Grund sollte ein Frühbeet im Garten an einem besonders sonnigen Ort stehen, damit das schwache Licht der Winter- und Frühlingsmonate bestens ausgenutzt werden kann.

Frühbeete funktionieren prinzipiell genau wie Gewächshäuser* – unter der durchsichtigen Abdeckung erwärmen sich Luft und Boden. Dadurch werden die Samen und Pflanzen, die sich im Beet finden, zum Keimen und Wachsen angeregt. Die sich darin befindlichen Pflanzen sind durch die Abdeckung gegen kühle Temperaturen, Wind und Niederschlag geschützt. Im Winter kann das Frühbeet, insofern darin keine winterharten Pflanzen angebaut werden, zudem als Gemüselager* verwendet werden.

Frühbeete aus Stein.

Tipps und Tricks für ein perfektes Frühbeet

Der ideale Ort für ein Frühbeet ist eine freie Fläche im Garten, auf die kein Schatten durch Bäume, Hecken oder Mauern fällt. Optimal ist eine Ost-West-Ausrichtung des Beetes, bei der die lange, niedrige Seite des Kastens nach Süden zeigt.

Eine derartige Ausrichtung ermöglicht bei flacher Sonnenlaufbahn während der kälteren Monate die längste Einstrahlungszeit und somit eine optimale Nutzung des Sonnenlichts. Das kleine Treibhaus* ist besonders für die Aufzucht von Jungpflanzen* geeignet und verlängert den natürlichen Zeitraum, der den Pflanzen für ihr Wachstum zur Verfügung steht.

Die optimale Temperatur für das Pflanzenwachstum beträgt zwischen 22 und 25 Grad. Diese wird in einem Frühbeet am besten erreicht, wenn es regelmäßig gelüftet und bei extremer Hitze gegebenenfalls beschattet wird. Aufgrund des relativ geringen Volumens des Glaskastens kann es im Inneren schnell zu Überhitzung kommen.

Um dies zu verhindern, gibt es Frühbeete mit automatischen Fensterhebern*, die den Deckel des Kastens regelmäßig anheben, um einen ausreichenden Wärme- und Luftaustausch im Inneren des Beetes zu sorgen.

Durch ein Insektennetz* können die Pflanzen im Frühbeet* vor Fliegen und anderen Insekten geschützt werden. Da das Frühbeet durch seine Abdeckung vor Regen geschützt ist, sollten die sich darin befindlichen Pflanzen regelmäßig gegossen werden.

Bei kühlem, regnerischem Wetter sollte die Abdeckung oder das Fenster geschlossen bleiben. Um die Verbreitung von Pilzkrankheiten oder Fäulnis zu verhindern, sollte das Frühbeet bei sonniger Witterung selbst bei milden Temperaturen tagsüber gelüftet werden. Auch im Frühjahr kann es zur Mittagszeit im Frühbeet rasch zu Hitzestau kommen oder eine feuchte Atmosphäre entstehen.

Frühbeet mit automatischen Fenstern.

Natürliche Heizung für Ihr Frühbeet

Falls Sie besonders früh mit der Aussaat beginnen wollen, können Sie Ihr Frühbeet zusätzlich mit einer natürlichen Heizung ausstatten. Hierzu wird der Boden im Beet in etwa 40 Zentimeter tief ausgehoben. Anschließend wird eine Schicht Pferdemist* von ungefähr 20 Zentimeter Höhe in das Beet gegeben.

Der Pferdemist sollte zuvor in einem Verhältnis von 1:1 mit Laub oder Stroh gemischt werden. Anschließend wird der Pferdemist mit einer etwa 20 Zentimeter hohen Schicht Gartenerde* abgedeckt.

Auf diese Weise wird im Frühbeet durch die Zersetzung des Pferdemists durch Mikroorganismen Kohlendioxid und Wärme erzeugt, wodurch den Jungpflanzen ideale Bedingungen zum Keimen und Wachsen geboten werden.

Nach dem Einfüllen des Pferdemists sollten Sie in etwa eine Woche warten, bis sich die obere Erdschicht gut erwärmt hat und Sie mit der Aussaat beginnen können.

Falls Sie keinen Pferdemist zur Hand haben, können Sie stattdessen eine 20 Zentimeter hohe Schicht aus jeweils einem Drittel Herbstlaub, halb verrottetem Gartenkompost* sowie gehäckseltem Stroh in das Beet geben.

Zudem sollte in diese Mischung organischer Stickstoffdünger*, wie beispielsweise 100 Gramm Horngries* pro Quadratmeter, in die Mischung gegeben werden. Dieses Gemisch wird ebenfalls von einer ungefähr 20 Zentimeter hohen Schicht Gartenerde* abgedeckt. In diesem Fall sollten Sie jedoch etwa einen Monat warten, bevor Sie mit der Aussaat beginnen.

Vorteile eines Frühbeets

Durch das Frühbeet* ist die Gartensaison nicht auf die warmen Monate begrenzt, sondern dauert das ganze Jahr über an. Während der kalten Monate haben Sie somit bereits die Möglichkeit, Vorkulturen zu ziehen, die Sie im Frühling aussetzen können.

Auf diese Weise können Sie die Gemüsesaison früher starten lassen – so kann das Gemüse* in Ihrem Garten während der warmen Monate noch üppiger und prächtiger gedeihen. Zudem eignet sich ein Frühbeet, um während des ganzen Jahres Dauerkulturen oder Wintersalate* zu pflanzen.

So müssen Sie selbst im tiefsten Winter nicht auf das Gärtnern verzichten, denn ein Frühbeet* liefert, wenn es richtig bepflanzt wird, selbst im Winter Erträge. Frühbeete sind vielseitig einsetzbar und eignen sich nicht nur für den Anbau von Gemüse, sondern auch von Blumen* oder Kräutern*.

Sie stellen eine optimale Ergänzung zu klassischen Beeten dar. Die im Frühbeet gezogenen Setzlinge können zu Beginn der warmen Jahreszeit in ein normales Beet umgepflanzt werden. Die kleinen Pflänzchen, die sich im Frühbeet befinden, sind zudem optimal vor Schädlingen geschützt und können ungestört wachsen.

Anzucht im Frühbeet

Je nach Region und Witterung können Sie eventuell bereits im Februar, spätestens aber im März die Gartensaison einleiten. Bevor Sie im Februar oder März mit der Aussaat beginnen, sollten Sie den Boden im Frühbeet lockern und grobe Erdkrümel zerkleinern*.

Anschließend sollten Sie darin Kompost verteilen und diesen oberflächlich in die Erde* einarbeiten. Es empfiehlt sich, ungefähr drei bis fünf Liter Kompost* pro Quadratmeter zu verwenden.

Danach sollten Sie die Erde einebnen und die Fenster des Frühbeets schließen. Wenn sich die Erde auf ungefähr acht Grad erwärmt hat, meist ist dies Ende Februar der Fall, können Sie bereits Spinat* und Stielmus* aussäen.

Ab Anfang März können Sie Kresse*, Schnittsalat* und Radieschen* aussäen. Ab Mitte März können Sie zudem beispielsweise Pflücksalat* aussäen und vorgezogenen Kohlrabi* und andere Gemüsesorten in Ihr Frühbeet pflanzen.

Im Frühbeet wächst das erste Frühgemüse mindestens einen Monat früher als im Freiland heran. Zudem ist ein Frühbeet bestens geeignet, um frostempfindliche Pflanzen vorzuziehen, die anschließend im Gemüsebeet ausgepflanzt werden können.

Während der Sommermonate ist das Frühbeet für den Anbau von mediterranem Gemüse wie Peperoni*, Aubergine* und Paprika*, aber auch Melonen* oder Gurken* bestens geeignet. Selbst während der kalten Wintermonate können in Frühbeeten beispielsweise Feld- und Endiviensalat* prächtig gedeihen.

Folgende Gemüsesorten gedeihen im Frühbeet während der verschiedenen Monate besonders prächtig:

  • ab Ende Februar: Spinat, Stielmus
  • ab Anfang März: Kresse, Schnittsalat, Radieschen
  • ab Mitte März: Pflücksalat, Asia-Kohl, Rettich*, Dill, Möhren, Brokkoli* (vorgezogen), Kohlrabi (vorgezogen)
  • ab Mitte April: Fenchel*, Grünkohl, Rosenkohl, Bohnen
  • ab Mitte Mai: Rukola, Paprika, Stabtomaten, Fenchel, Zuckermelonen*, weißer Sommerrettich, Batavia-Salat

Bau oder Kauf eines Frühbeets?

Ein Frühbeet ist leicht selbst herzustellen und eine perfekte Ergänzung für jeden Gemüsegarten*. Die kleinen Gewächshäuser sind kostengünstig und beanspruchen nur wenig Platz – so finden sie selbst in einem besonders kleinen Garten eine geeignete Stelle für ihr Frühbeet.

Zudem sind Frühbeete vielseitig und flexibel einsetzbar und können leicht abgebaut und an einer anderen Stelle wieder aufgebaut werden.

Auf dem Markt sind zahlreiche verschiedene Arten von Frühbeeten erhältlich, die sich überwiegend hinsichtlich des Materials unterscheiden. So gibt es Frühbeete aus Holz*, Stein, Metall*, Kunststoff* und anderen Materialen zu kaufen, die zudem in unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich sind.

Frühbeete aus Holz bieten den Vorteil, dass Sie sich nach der Anzucht-Saison besonders leicht wieder abbauen und bis zum nächsten Frühling an einem trockenen Ort, beispielsweise in einem Schuppen*, lagern lassen.

Massive Frühbeete aus Stein und anderen schweren Materialien bieten den Vorteil, dass sie länger halten, aber haben einen entschiedenen Nachteil: im Gegensatz zu leichten Frühbeeten lassen sie sich nicht so leicht abbauen und versetzen oder verstauen.

Neben fertigen Frühbeeten gibt es auch kostengünstige Bausätze für Frühbeete* zu kaufen, die den Bau eines hochwertigen Frühbeets ohne großen Zeit- und Kraftaufwand ermöglichen. Zudem ist es möglich, auch ohne einen fertigen Bausatz ein Frühbeet einfach und schnell selbst zu bauen.

Vom breiten Angebot an verschiedenen Modellen können Sie sich inspirieren lassen und Ihr eigenes Frühbeet bauen*, welches Ihren individuellen Bedürfnissen am besten entspricht.

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