Das perfekte Hochbeet.

Beitragsbild Das perfekte Hochbeet

Das perfekte Hochbeet – eine Lösung für den rückenschonenden Garten.

Wer sich für die Gartenarbeit nicht bücken muss, schont seinen Rücken und leistet einen positiven Beitrag für die Gesundheit. Hochbeete* sind eine praktische Lösung, die nicht nur gesundheitsdienlich, sondern die generell vorteilhaft ist. Maulwürfe und Co. haben keine Chance, die Bepflanzung in Hochbeeten zu beschädigen und die Ernte zu mindern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Hochbeet?

Hochbeete sind eine höher gesetzte Variante klassischer Blumen- und Gemüsebeete. Prinzipiell handelt es sich um Gartenbeete, die in ihrer Höhe vom ebenerdigen Beet-Niveau abweichen und die sich über dem Gartenboden erheben.

Wie hoch Sie ein Hochbeet anlegen und wie viele Schichten Sie für den Aufbau nutzen, können Sie ganz individuell entscheiden. Um die Erde* am gewünschten Platz zu halten und eine Bewirtschaftung zu ermöglichen, sind Hochbeete immer eingefasst.

Die Einfassung kann aus Holz*, aus Metall* oder aus Kunststoff* bestehen. In naturnahen Selbstversorgergärten sind Hochbeete aufgrund ihrer vielen Vorteile besonders häufig anzutreffen. Die höher gelegenen, immer vom Bodengrund entfernten Beete sind eine Lösung, die Ihnen beim Anbau von Kräutern und Gemüse Vorteile verschafft.

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Ein Hochbeet kann individuell angepasst werden.

Wie befülle ich das Hochbeet?

Ein Hochbeet besteht aus mehreren Schichten. Sie müssen nicht die gesamte Einfassung mit Muttererde* und Humus auffüllen. Für das untere Drittel können Sie unterschiedliches Hackgut, beispielsweise grobe Holzspäne* aber auch Kiesel* nutzen.

Die zweite Schicht kann ebenfalls aus Holzschnitzeln, aber auch aus Erde bestehen. Beliebt sind Pferdeäpfel* und Kuhdung*, die das Hochbeet mit wichtigen Nährstoffen versorgen und den Pflanzenwuchs anregen.

Die dritte und letzte Schicht sollte aus hochwertiger Erde bestehen, die Sie auflockern und bereits vor der Bepflanzung oder der Aussaat düngen. Humuserde* eignet sich für die obere Schicht des Hochbeets besonders gut, da sie alle essenziellen Merkmale für einen gesunden und robusten Pflanzenwuchs aufweist.

Soll eine integrierte Bewässerung genutzt werden, überlegen Sie sich diesen Arbeitsschritt vor dem Einfüllen der ersten Schicht. Denn die Bewässerungsanlage von unten muss in der ersten Schicht – also im untersten Drittel – verlegt werden. Wenn Sie Ihr Hochbeet selbst gießen möchten, brauchen Sie keine Schläuche zu verlegen und können die Aufteilung der einzelnen Schichten wie beschrieben vornehmen.

Welche Arten von Hochbeeten gibt es?

Ihrer Phantasie und Ihren Wünschen sind bei der Gestaltung eines Hochbeets keine Grenzen gesetzt. Sie können Ihr Hochbeet geschlossen und rundum verkleidet bauen. Wenn Sie sich für ein unterfahrbares Hochbeet* interessieren, bieten sich Design auf erhöhten Beinen an.

Neben der Unterfahrmöglichkeit für Hochbeete, die von Rollstuhlfahrern gepflegt werden können, bietet auch ein Hochbeet mit davor befindlichen Sitzmöglichkeiten* Vorteile. Für groß gewachsene Menschen sind Hochbeete gegenüber konventioneller Beete immer ein Vorteil, da sie sich nicht bücken und ihren Rücken unnötig belasten müssen.

Ob Sie sich für eine Einfassung aus Holz, aus Metall oder aus Kunststoff entscheiden, ist hingegen eine reine Geschmackssache. Auch im Bezug auf die Form und auf die Größe können Sie beim Hochbeet kreativ werden und Ihre eigenen Vorstellungen im Detail umsetzen.

Selbst im Design sind Sie bei der Gestaltung von Hochbeeten völlig frei. Sie können zwischen modernen, rustikalen, industriellen und völlig außergewöhnlichen Lösungen wählen. Wichtig ist, dass Sie beim Bau eines Hochbeetes darauf achten, dass die Umrandung witterungsbeständig und langfristig stabil ist.

Welche Pflanzen und Gemüsesorten eignen sich für Hochbeete?

Sie können ein Hochbeet nach dem gleichen Prinzip wie ein ebenerdiges Beet bepflanzen. Wichtig ist, dass Sie bei der Bepflanzung darauf achten, dass die Gemüsesorten oder Kräuter miteinander harmonieren.

Sehr gut geeignet sind Rosenkohl und Chinakohl, Brokkoli, Fenchel und Karotten. Auch Kartoffeln gedeihen in Hochbeeten prächtig. Wenn Sie Ihren Salat vor Schneckenfraß schützen möchten, ist er im Hochbeet am besten aufgehoben.

Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie und Dill oder Bohnen freuen sich ebenfalls über den erhöhten Pflanzplatz. Ebenso gut gedeihen Tomaten, grüne Gurken oder Zucchini und Erdbeeren im Hochbeet. Mit Mangold, Oregano und Bärlauch können Sie sich am richtigen Standort über eine reiche Ernte freuen.

Soll das Hochbeet der dekorativen Gestaltung und nicht der Selbstversorgung dienen, eignen sich alle Stauden* und natürlich alle einjährigen Pflanzen.

Ob Sie Tiefwurzler pflanzen können, hängt von der Höhe der Schichten in Ihrem Hochbeet* ab. Je mehr Aufschüttung und Erde sich in diesem geschlossenen Gefäß befinden, desto tiefer können die Wurzeln der Bepflanzung in die Erde reichen.

Hauptsächlich werden Hochbeete für einjährige Pflanzen und für Kräuter mit flachen Wurzeln verwendet. Ausnahmen bestätigen die Regel und müssen nicht ausgeschlossen werden, wenn Sie die Wurzeltiefe in den Hochbeet-Bau einbeziehen.

Kaufen oder selbst bauen?

Diese Entscheidung können Sie allein von Ihrem handwerklichen Geschick abhängig machen. Es ist nicht schwer, Hochbeete selbst anzulegen und den Umbau, sowie die Aufschichtung in Eigenleistung vorzunehmen.

Eine Alternative zwischen dem Kauf und dem Eigenbau ist ein Hochbeet, das Sie aus einem Bausatz* bei sich vor Ort zusammensetzen. Hier können Sie sich auf passgenaue Bauteile verlassen und mit dem nötigen Werkzeug ganz einfach für die Verschraubungen am Standort sorgen.

Der vollständige Eigenbau erfordert mehr Werkzeug und setzt auch eine größere Menge an Know-how voraus. Dennoch ist es möglich und Sie sollten sich nicht davor scheuen, aus Brettern* und Kantenleisten ein Hochbeet zu bauen.

Preislich liegt der Selbstbau natürlich unter dem Kauf eines fertigen Hochbeetes. Wenn Sie leidenschaftlicher Gärtner aber kein Handwerker sind, kann ein Bausatz durchaus für Vorteile sorgen.

Die Vorteile von Hochbeeten im Überblick

Ein Hochbeet bietet Ihnen eine ganze Reihe an Vorteilen.

  • Sie brauchen keinen großen Garten, um Gemüse* oder Kräuter* anzubauen.
  • Hochbeete ermöglichen Ihnen obendrein das rückenschonende Gärtnern und schließen aus, dass Sie sich zum Umgraben oder zur Unkrautentfernung* bücken müssen.
  • Um Unkraut müssen Sie sich generell weniger kümmern, da es im Hochbeet in geringerer Menge wächst.
  • Auf Ihrem Grundstück sind Wühlmäuse und Maulwürfe aktiv? Dann ist ein Hochbeet eine gute Lösung, um Ihre Pflanzen vor Wurzelschäden zu schützen und Schädlinge* von Ihrem Gemüse oder den Kräutern fernzuhalten.
  • Hochbeete sind praktisch, egal ob es um Ihre Gesundheit oder um das gute Wachstum der Pflanzen geht.
  • All die Probleme, die bei einer ebenerdigen Bepflanzung entstehen, entfallen bei Hochbeeten und müssen nicht zum Ärgernis werden.
  • Die Gartenarbeit können Sie sich vereinfachen, da Sie sich nicht bücken oder knien müssen.
  • Anstelle eines schweren Spatens benötigen Sie nur eine kleine und handliche Schaufel*, da ein langer Stiel eher hinderlich als nützlich wäre.
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Hochbeete lassen sich rückenschonend und einfach bewirtschaften.

Warum Schädlinge bei Hochbeeten keine Chance haben

Sie haben ein Hochbeet mit vollständiger Umrandung oder auf vier robust stehenden Beinen. Maulwürfe*, Wühlmäuse* und sonstige Schädlinge leben unter der Erde. Bei ebenerdigen Beeten graben sich die Schädlinge durch das Erdreich, bis sie an die Wurzeln Ihrer Pflanzen gelangen.

In einem Hochbeet besteht das Risiko nicht, da sich zwischen der Erde und dem Beet selbst entweder eine Barriere in Form von Holz oder Metall, oder ein Abstand bei Hochbeeten auf Beinen befindet.

Fakt ist, dass Maulwürfe und Wühlmäuse nicht an die Wurzeln Ihrer Bepflanzung gelangen und somit auch keinen Schaden anrichten können. Auch vor Schneckenfraß*, der vor allem bei Salaten problematisch ist, schützt ein Hochbeet effektiv.

Wie wird ein Hochbeet bewässert?

Im Hochbeet gesetzte Pflanzen haben einen höheren Wasserbedarf als in ebenerdigen Beeten. Natürlich können Sie Ihr Hochbeet täglich gießen. Einfacher ist es, wenn Sie in die unterste Schicht des Beetes eine Tröpfchen-Bewässerung* einbringen. Auch ein Anschluss am Rasensprenger* ist möglich.

Die beste und wirklich Wasser sparende Variante ist aber die Bewässerung von unten*. Wenn Sie einen Schlauch in der Unterschicht des Hochbeetes verbringen, kann kein Wasser an der Oberfläche verdunsten. Ein weiterer Vorteil beruht auf der Tatsache, dass die Bewässerung direkt an den Wurzeln erfolgt.

Welcher Standort sich optimal für ein Hochbeet eignet

Es gibt nicht “den perfekten Standort”. Wo Ihr Hochbeet am besten steht, hängt von der bevorzugten Bepflanzung ab. Möchten Sie ein Kräuterbeet* anlegen und vielen mediterranen Pflanzen einen idealen Lebensraum bieten, sollte das Hochbeet einen sonnigen Standort haben.

Auch für Mangold und Blumen ist ein sonniger bis halbschattiger Platz ideal. Wollen Sie hingegen Kartoffeln* oder Kohl im Hochbeet anbauen, darf der Standort ruhig im Schatten liegen. Wichtig ist, dass Sie Hochbeete an einem Platz errichten, den Sie einfach erreichen können. Das gilt nicht zuletzt für die Bewässerung, die Sie von Ihrer Regentonne* oder vom Hauswasseranschluss aus sicherstellen müssen.

Hochbeete: Eine Lösung für kleine Gärten

Wie viel Platz brauchen Sie für ein Hochbeet? Das können Sie selbst entscheiden, in dem Sie die Größe des Hochbeets mit Bedacht wählen. Aber selbst im kleinsten Garten, in dem kein Platz für konventionelle Beete ist, finden Sie eine Fläche, auf der Sie Hochbeete aufstellen können.

Beispielsweise bieten sich Hochbeete als Terrasseneinfriedung an. Sie können die höher gelegenen Beete entlang des Gartenzaunes* platzieren und so mit der richtigen Bepflanzung gleichzeitig einen Sichtschutz schaffen.

Selbst auf Balkons sind Hochbeete* eine Möglichkeit, um eigenes Gemüse und Kräuter anzubauen und gegenüber der Bepflanzung von Blumentöpfen einen Vorteil zu haben. Für Beete in außergewöhnlichen Größen oder Formen bietet sich Ihnen die Chance, den Bau selbst vorzunehmen und so auf Ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.

Fazit: Hochbeete sind eine praktische Lösung, egal ob Sie Ihren Rücken schonen oder Ihre Bepflanzung vor Schädlingen schützen wollen. Sie können fertige Hochbeete* kaufen, sich für einen Bausatz* entscheiden oder Ihr Hochbeet nach eigenen Maßen und aus den von Ihnen favorisierten Materialien selbst bauen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand und sind gute Gründe, ein Hochbeet anstelle ebenerdiger Beete anzulegen.

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